Bundesliga

Tabellenführer Bremen besteht bei starkem Bad Homburg
Nach der enttäuschenden Auftaktpleite im neuen Jahr gegen Bad Königshofen hat der Tabellenführer der Tischtennis-Bundesliga (TTBL) einen kompletten Fehlstart verhindert. Beim TTC OE Clarity-Telefonie Systeme Bad Homburg kämpften sich die Werderaner nach 1:2-Rückstand noch zurück und gewannen die Partie im Schlussdoppel. Matchwinner war Kirill Gerassimenko, der am Freitagabend seine Nervenstärke gleich doppelt unter Beweis stelltee
Werder-Coach Cristian Tamas konnte es hinterher auch nicht genau erklären: „Er hat es mental geschafft, irgendwann eine Taktik zu finden und diese durchzuziehen, was gar nicht so einfach ist“, sagte Tamas erleichtert nach der Partie bei Dyn. Sein Schützling Kirill Gerassimenko hatte die Nerven des Trainers am Freitagabend gleich zweimal strapaziert. Erst holte Gerassimenko gegen Juan Perez einen 0:2-Rückstand auf, später am Abend folgte eine Aufholjagd nach 1:2 in Sätzen gegen Bad Homburgs Nummer eins Csaba Andras. Es waren die einzigen Punkte im Einzel der Mannschaft von Tamas.
Lange hatte Bad Homburg die Oberhand in der Partie. „Wir wussten, dass es ein harter Kampf wird, weil die Jungs richtig gut eingestellt sind“, lobte Tamas die Truppe seines Kollegen Helmut Hampl. Die Trainerlegende war zwar enttäuscht, konnte seinen Stolz trotz der bitteren Niederlage aber nicht verbergen. Bertrand war gegen Andras ohne Chance, der Franzose fand nicht in sein Spiel. „Ich muss der Mannschaft großes Lob zollen“, sagte Hampl. Besonders die Leistung in Abwesenheit von Topspieler Jo Yokotani beeindruckte Hampl: „Ohne Nummer eins zu spielen und 2:1 gegen Bremen zu führen, ist schon eine Mordsleistung.“
Bad Homburg ohne eingespieltes Doppel
Zum Auftakt machte Andras gegen Irvin Bertrand kurzen Prozess. Der schlaksige Franzose fand gegen den TTC-Akteur nie wirklich in seinen Rhythmus und brachte auch nicht das nötige Feuer auf, um sich in die Partie zurückzukämpfen. Ähnlich erging es Mattias Falck, der nach starkem ersten Satz gegen Ivor Ban keine Mittel mehr gegen den großen Ungarn fand. Dass die Partie im Schlussdoppel dann wie zu erwarten verloren ging, führte Hampl darauf zurück, dass man in Yokotanis Abwesenheit und mit Andras auf Position eins keinen der üblichen Doppelpartner von Ban aufstellen konnte.
Bremen behauptete damit vorerst die Tabellenführung, kann aber von Borussia Düsseldorf aufgrund der Spieldifferenz noch am 13. Spieltag überholt werden. Mit erst drei Niederlagen spielen die Norddeutschen jedoch eine herausragende Saison und sind weiterhin auf Play-off-Kurs. Bad Homburg konnte zuletzt mit Siegen gegen Fulda und Bergneustadt für Furore sorgen und sich ins prall gepackte untere Tabellenmittelfeld arbeiten. Mit zehn Punkten rangieren die Hessen auf dem achten Platz.
Der 13. Spieltag im Überblick:
Freitag, 16. Januar:
Post SV Mühlhausen – 1. FC Saarbrücken-TT 2:3
Ovidiu Ionescu – Cedric Meissner 3:0 (11:8, 11:7, 11:5)
Liao Cheng-Ting – Darko Jorgic 0:3 (6:11, 7:11, 3:11)
Steffen Mengel – Patrick Franziska 3:1 (12:10, 11:9, 12:14, 11:8)
Ovidiu Ionescu - Darko Jorgic 2:3 (11:6, 4:11, 11:8, 13:15, 5:11)
Mengel/Liao – Franziska/Meissner 0:3 (8:11, 9:11, 7:11)
TTC OE Clarity-Telefonie Systeme Bad Homburg – SV Werder Bremen 2:3
Csaba Andras – Irvin Bertrand 3:0 (11:9, 11:4, 11:4)
Juan Perez – Kirill Gerassimenko 2:3 (11:8, 11:3, 10:12, 8:11, 8:11)
Ivor Ban – Mattias Falck 3:1 (4:11, 11:3, 11:6, 11:8)
Csaba Andras - Kirill Gerassimenko 2:3 (5:11, 11:7, 11:6, 8:11, 3:11)
Ban/Perez – Falck/Bertrand 1:3 (3:11, 8:11, 12:10, 2:11)
Samstag, 17. Januar:
15 Uhr: TSV Bad Königshofen – TTC Zugbrücke Grenzau
Sonntag, 18. Januar:
13 Uhr: ASC Grünwettersbach – Borussia Dortmund
14 Uhr: TTF Liebherr Ochsenhausen – TTC Schwalbe Bergneustadt
15:30 Uhr: Borussia Düsseldorf – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell
Alle Partien werden live bei Dyn übertragen.
Beitragsbild: Kirill Gerassimenko vom SV Werder Bremen (Bild: SV Werder Bremen)








