Bundesliga

4. Spieltag: Halbfinalisten-Duell in Saarbrücken, Düsseldorf will zurück in die Spur
Nach dem Leapmotor Pokal Grand Opening kehrt die Tischtennis Bundesliga (TTBL) in den Liga-Alltag zurück – und startet am Dienstag direkt mit einem Spitzenspiel: Der 1. FC Saarbrücken TT empfängt den SV Werder Bremen zum Duell zweier Pokal-Halbfinalisten. Borussia Düsseldorf will am Samstag gegen den TTC Schwalbe Bergneustadt zeigen, dass das überraschende Pokal-Aus keine Spuren hinterlässt. Und beim ASV Grünwettersbach kommt es nur sieben Tage nach dem Achtelfinale in Nürnberg zur Revanche gegen den Post SV Mühlhausen. Diese und alle weiteren Spiele der TTBL werden live bei Dyn übertragen.
1. FC Saarbrücken TT – SV Werder Bremen
Fünf Pflichtspiele, fünf Siege: Der 1. FC Saarbrücken TT ist in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) mit 6:0 Punkten weiterhin makellos und hat sich in Nürnberg zum sechsten Mal in Folge für das Liebherr Pokal Final4 qualifiziert. Dabei ist inzwischen auch der neue Spitzenspieler eingeschlagen: Hugo Calderano holte beim 3:1 in Bad Homburg zwei Punkte, im Pokal-Viertelfinale gegen Mühlhausen drehte er nach 0:2-Satzrückstand ein bereits verloren geglaubtes Match. „Wir wollen einen Titel holen“, stellte der Weltranglistensiebte zuletzt bei Dyn klar. Der SV Werder Bremen schaffte am Wochenende ebenfalls den Sprung in das Pokal-Halbfinale. In der TTBL stehen die Hanseaten mit 4:2 Punkten auf Rang fünf. „Sehr strapaziöse Wochen“ seien es aktuell für Werder, sagt Teammanager Sascha Greber angesichts von sechs Matches binnen zweieinhalb Wochen. Bremen müsse trotz der Stärke des Gegners „nicht in Ehrfurcht erstarren“, befindet Coach Cristian Tamas, und werde versuchen, sich „so teuer wie möglich zu verkaufen und am liebsten auch die Überraschung zu schaffen“.
TTC OE Clarity Telefonie-Systeme Bad Homburg – Borussia Dortmund
Borussia Dortmund präsentiert sich derzeit in Topform: Auf das 3:1 in Bergneustadt und das 3:0 gegen Grünwettersbach folgten in Nürnberg zwei ebenso deutliche 3:0-Erfolge gegen Grenzau und Bad Königshofen – und damit die erste Teilnahme am Liebherr Pokal Final4 der Vereinsgeschichte. „Es macht sehr viel Freude, ein Teil dieses Teams zu sein. Ich glaube, gemeinsam können wir noch viel erreichen“, sagte Joao Geraldo nach dem Halbfinal-Einzug. Der TTC OE Clarity Telefonie-Systeme Bad Homburg dagegen hat den Pokalauftakt gegen Bad Königshofen mit 0:3 verloren und steht in der Liga bei 2:4 Punkten. Der bislang einzige Saisonsieg gelang beim 3:2 in Fulda.
Borussia Düsseldorf – TTC Schwalbe Bergneustadt
Borussia Düsseldorf führt die TTBL-Tabelle mit 6:0 Punkten und 9:1 Spielen an – und geht dennoch mit einer Enttäuschung im Rücken in das Heimspiel. Im Pokal-Achtelfinale unterlag der Rekordmeister den TTF Liebherr Ochsenhausen mit 1:3, weil Shunsuke Togami eine unüberwindbare Hürde war. Zum dritten Mal in Folge verpasst der Rekordchampion damit das Liebherr Pokal Final4. „Wir müssen nach vorne schauen und konzentrieren uns auf die TTBL und Champions League“, sagte Manager Andreas Preuß anschließend. Der TTC Schwalbe Bergneustadt reist mit einer offenen Rechnung an: In der Vorsaison scheiterte der Tabellendritte im Halbfinale des Liebherr TTBL Final4 erst im Doppel an Düsseldorf (2:3). In der vergangenen Woche gelang dem Team um Benedikt Duda mit dem 3:2 gegen Fulda der erste Saisonsieg. „Letztlich ist nur wichtig, dass der Knoten geplatzt ist“, sagte Cedric Meissner, der mit Adrien Rassenfosse das entscheidende Doppel gewann. Im Pokal war für die Schwalben gegen Bremen (2:3) allerdings früh Schluss.
TSV Bad Königshofen – TTF Liebherr Ochsenhausen
Die TTF Liebherr Ochsenhausen sind mit 6:0 Punkten eines der drei ungeschlagenen Teams der Liga – im Pokal allerdings folgte auf den Rausch der große Kater. Beim 3:1 gegen Düsseldorf gewann Shunsuke Togami beide Einzel, im Viertelfinale gegen Fulda blieb der Japaner erneut ohne Niederlage, das Weiterkommen verpasste sein Team dennoch (2:3). „So ist der Sport, so ist Tischtennis – Freud und Leid liegen eng beieinander“, sagte TTF-Präsident Kristijan Pejinovic. „Trotzdem können alle sehr stolz auf das Erreichte sein. Die Niederlage gehört zu unserem Prozess. Jetzt gilt der Fokus wieder der Liga.“ Dass die Oberschwaben notfalls auch ohne ihren Spitzenspieler auskommen, zeigten sie beim 3:1 gegen Grenzau, Darius Movileanu gewann dabei sein TTBL-Debüt mit 3:0. Beim TSV Bad Königshofen stehen in der TTBL 2:4 Punkte zu Buche, der jüngste 3:1-Erfolg in Mühlhausen ging maßgeblich auf das Konto von Bastian Steger, der in seiner 27. TTBL-Saison bei einer 3:0-Bilanz steht.
TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – TTC Zugbrücke Grenzau
Kaum ein TTBL-Team vereint derzeit solche Gegensätze wie der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell: In der Tabelle stehen die Osthessen nach drei Niederlagen mit 0:6 Punkten auf Rang elf, jeweils setzte es ein 2:3. Im Pokal dagegen zogen sie mit Siegen über Velbert (3:1) und Ochsenhausen (3:2) erneut in das Liebherr Pokal Final4 ein. „Wir sind sehr, sehr glücklich und stolz“, sagte Ruwen Filus nach dem Coup von Nürnberg. Den Ligastart hatte er zuvor unumwunden bewertet: „Es ist ein schwieriger Start in die Saison. Aber so ist der Sport – wir werden jetzt alles daran setzen, endlich einen Sieg einzufahren.“ Die Gelegenheit ist günstig, denn der TTC Zugbrücke Grenzau reist ebenfalls angeschlagen an: Auf das 0:3 gegen Dortmund im Pokal folgt nun das Auswärtsspiel in Osthessen, in der Liga stehen 2:4 Punkte. Immerhin hat Maciej Kubik zuletzt bei der 1:3-Niederlage in Ochsenhausen ein Ausrufezeichen gesetzt und Togami dessen erste Saisonniederlage beigebracht.
ASC Grünwettersbach – Post SV Mühlhausen
Eine Woche, zwei Duelle: Der ASC Grünwettersbach und der Post SV Mühlhausen standen sich bereits am vergangenen Samstag im Achtelfinale des Deutschen Tischtennis-Pokals gegenüber, und das Ergebnis fiel eindeutig aus. Mit 3:0 setzten sich die Thüringer durch, ohne einen einzigen Satz abzugeben: Kay Stumper bezwang Ricardo Walther, Marcos Freitas gewann gegen Tom Jarvis, Ovidiu Ionescu gegen Tobias Hippler. Anschließend forderte Mühlhausen im Viertelfinale sogar den Deutschen Meister und führte gegen Saarbrücken zwischenzeitlich mit 1:0. In der Liga jedoch bleibt der Post SV nach drei Spieltagen als Tabellenletzter punktlos. Grünwettersbach steht mit 2:4 Punkten nur unwesentlich besser da: Dem 3:2 zum Auftakt in Bad Königshofen folgten Niederlagen gegen Ochsenhausen (1:3) und in Dortmund (0:3).
Der 4. Spieltag in der Übersicht
Dienstag, 1. September
18.30 Uhr: 1. FC Saarbrücken TT – SV Werder Bremen
Donnerstag, 3. September
19 Uhr: TTC OE Clarity Telefonie-Systeme Bad Homburg – Borussia Dortmund
Samstag, 5. September
13 Uhr: Borussia Düsseldorf – TTC Schwalbe Bergneustadt
Sonntag, 6. September
14 Uhr: TSV Bad Königshofen – TTF Liebherr Ochsenhausen
15.30 Uhr: TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – TTC Zugbrücke Grenzau
17 Uhr: ASC Grünwettersbach – Post SV Mühlhausen
Alle Spiele werden live bei Dyn übertragen.
Beitragsbild oben: Hugo Calderano vom 1. FC Saarbrücken TT (Foto: BeLa Sportfoto)








