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Das Pokal-Gespräch mit Mattias Karlsson (Werder Bremen) und Frederik Duda (Trainer TTC Schwalbe Bergneustadt): „Der Pokal ist die frühe Chance auf etwas Besonderes“

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Das Pokal-Gespräch mit Mattias Karlsson (Werder Bremen) und Frederik Duda (Trainer TTC Schwalbe Bergneustadt): „Der Pokal ist die frühe Chance auf etwas Besonderes“

Das Pokal-Gespräch mit Mattias Karlsson (Werder Bremen) und Frederik Duda (Trainer TTC Schwalbe Bergneustadt): „Der Pokal ist die frühe Chance auf etwas Besonderes“

Werder Bremen und der TTC Schwalbe Bergneustadt bestreiten beim Leapmotor Pokal Grand Opening in Nürnberg (29. und 30. August) im Achtelfinale eines der Spitzenspiele um einen Platz in der Runde der besten acht Mannschaften. Im Pokal-Gespräch sprechen Bremens Star Mattias Karlsson und Bergneustadts Trainer Frederik Duda über die Chancen ihrer Teams im weiteren Verlauf des Wettbewerbs, den Stellenwert des Pokals für ihre Vereine und die Bedeutung eines erfolgreichen Abschneidens in Nürnberg für die weitere Saison.

Mattias Karlsson, beim Leapmotor Pokal Grand Opening in Nürnberg treffen Sie mit Werder Bremen im Duell zweier TTBL-Halbfinalisten der vergangenen Saison auf den TTC Schwalbe Bergneustadt. Lospech oder Business as usual?

Mattias Karlsson: Alle Bundesliga-Teams sind sehr stark, und Bergneustadt ist auch eine wirklich starke Mannschaft. Dadurch ist das ein richtig schweres Los. Gut ist immerhin, dass wir nicht gleich die Favoriten Borussia Düsseldorf oder 1. FC Saarbrücken-TT gezogen haben.

Frederik Duda, wie stellen Sie den TTC Schwalbe Bergneustadt auf das Duell mit Bremen ein?

Frederik Duda: Ich würde eher ‚Business as usual‘ sagen. In diesem Wettbewerb gibt es ohnehin kaum einfache Aufgaben. Werder Bremen ist natürlich ein sehr starker Gegner, aber genau für solche Spiele spielt man den Pokal. Wir wissen, dass wir von Beginn an unser bestes Tischtennis zeigen müssen, freuen uns aber auf diese Herausforderung.

Der Sieger Ihres Achtelfinales trifft einen Tag später im Kampf um einen Platz beim Liebherr Pokal Final4 auf jeden Fall auf eine unterklassige Mannschaft. Ist der auf dem Papier leichte Weg ins Halbfinale eine zusätzliche Motivation für das Spiel gegen Bergneustadt oder kann der Gedanke an die mutmaßlich große Chance auch eine Belastung sein?

Mattias Karlsson: Es gibt keine einfachen Spiele. Die Mannschaft, auf die wir im Falle eines Erfolgs gegen Bergneustadt treffen würden, wird auch schon ein Spiel gewonnen haben und deswegen auch in guter Form sein. Es geht dann um den Einzug ins Halbfinale, es wird ein hartes Spiel.

Frederik Duda: Natürlich sieht man den Turnierbaum und weiß, welche Chance sich theoretisch bieten könnte. Aber im Pokal ist es gefährlich, zu weit nach vorne zu schauen. Für uns zählt ausschließlich das Spiel gegen Bremen. Wenn wir dort nicht unsere Leistung bringen, ist jede weitere Rechnung wertlos. Deshalb ist es eher eine zusätzliche Motivation, aber keine Belastung. Wir wissen, was möglich ist, aber wir müssen uns dieses mögliche Viertelfinale erst einmal verdienen.

Bremen hat schon siebenmal das Liebherr Pokal Final4 erreicht, wartet aber noch auf seinen ersten Pokalsieg. Welchen Stellenwert hat der Pokal für Ihren Klub im Vergleich zur Bundesliga?

Mattias Karlsson: Der Pokal ist uns sehr wichtig. Wir wollen uns wieder für das Halbfinale qualifizieren, um wieder um den Titel spielen zu können.

Bergneustadt stand vor fünf Jahren zum zweiten und bislang letzten Mal im Pokal-Halbfinale, wartet aber noch auf seinen ersten Pokalsieg. Welchen Stellenwert hat auch vor diesem Hintergrund der Pokal für den Klub im Vergleich zur Bundesliga?

Frederik Duda: Der Pokal hat für uns einen sehr hohen Stellenwert. Die Bundesliga ist über die gesamte Saison natürlich der große Gradmesser, weil sie Konstanz auf höchstem Niveau verlangt. Aber der Pokal hat seinen ganz eigenen Reiz: wenige Spiele, viel Druck und die Chance, früh in der Saison etwas Besonderes zu erreichen. Dass Bergneustadt noch auf den ersten Pokalsieg wartet und das letzte Halbfinale schon einige Jahre zurückliegt, macht diesen Wettbewerb für uns eher noch spannender. Wir wollen mit dem Klub wieder einen besonderen Pokal-Moment schaffen.

Verändert das neue Grand-Opening-Format mit Achtel- und Viertelfinale an einem Wochenende die Vorbereitung auf den Pokal?

Mattias Karlsson: Natürlich ändert sich ein bisschen etwas, weil die beiden Spiele an einem Wochenende und nicht mehr mit einem Abstand von einem Monat oder mehr stattfinden. Wir werden versuchen, uns gut vorzubereiten. Weil wir vor Nürnberg drei Bundesliga-Spiele bestreiten, haben wir viel Zeit miteinander und können dadurch gut trainieren.

Frederik Duda: Für unsere Vorbereitung macht das neue Format keinen großen Unterschied. Vorher stehen bereits drei wichtige Spiele an, deshalb müssen wir im kompletten August voll da sein. Wir bereiten uns nicht nur auf ein Wochenende vor, sondern darauf, vom ersten Spieltag an unsere Leistung abzurufen.

Welche Bedeutung können Erfolg oder Misserfolg beim Pokal Grand Opening für den weiteren Saisonverlauf haben?

Mattias Karlsson: Wenn man gut startet, auch im Pokal, hat man im weiteren Saisonverlauf etwas weniger Druck und Stress. Auch deswegen wären wir sehr froh, wenn wir uns für das Halbfinale qualifizieren würden.

Frederik Duda: Ein Erfolg kann enormen Rückenwind für die Saison geben. Ein Misserfolg wäre ärgerlich, aber nicht richtungsweisend. Entscheidend ist, dass wir von Anfang an mit Überzeugung auftreten.

Mattias Karlsson und Frederik Duda, vielen Dank für das Gespräch.

Florian Manzke

TTBL Redaktion
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30.07.2026

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