International

WM-Medaillen für TTBL-Trio – Werder-Ass Gerassimenko beeindruckt
Die Tischtennis Bundesliga (TTBL) erstrahlt nach der Team-WM in London im Glanz von drei Medaillen. Die Japaner Shunsuke Togami (TTF Liebherr Ochsenhausen) und Hiroto Shinozuka (ASC Grünwettersbach) bringen ein Jahr nach ihrem WM-Gold im Doppel nun Mannschafts-Silber von der Insel mit, und Feng Yi-Hsin (TTC Zugbrücke Grenzau) wiederholte mit Taiwans Nationalteam den dritten Rang von 2024.
International für Aufsehen sorgte auch Kirill Gerassimenko. Werder Bremens Spitzenspieler aus Kasachstan, dem kommenden WM-Gastgeberland, imponierte wenige Wochen vor dem Liebherr TTBL Final4 am 30./31. Mai in Frankfurt durch zehn Einsätze nicht nur als Vielspieler mit der zweithöchsten Anzahl von Matches, sondern wies nach Turnierschluss angesichts nur einer Niederlage unabhängig von den jeweiligen Turnierstufen auch die zweitbeste Bilanz aller WM-Teilnehmer hinter dem in allen neun Einzeln unbesiegt gebliebenen Weltranglistenersten Wang Chuqin aus dem Team des erfolgreichen Titelverteidigers China auf.
Folgerichtig war Gerassimenko bei den Titelkämpfen zum 100-jährigen Jubiläum der WM-Wettbewerbe zudem der erfolgreichste TTBL-Profi. Hinter dem 29-Jährigen erreichte Jonathan Groth (TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell) für Dänemark mit fünf Siegen in sechs Einzeln die zweitbeste Ausbeute. Viermal in fünf Matches siegte Iulian Chirita (Ochsenhausen). Mit einem Plus von drei Spielen belegten der Schwede Anton Källberg (Borussia Düsseldorf/6:3) sowie Togami (5:2) die weiteren Plätze.
Unterhalb der vier Mannschaften auf dem Podium kamen neun weitere TTBL-Stars mit ihren Teams immerhin bis ins Viertelfinale. Die größte Gruppe stellte dabei die deutsche Nationalmannschaft mit Dang Qiu (Düsseldorf), Benedikt Duda (TTC Schwalbe Bergneustadt), Patrick Franziska (1. FC Saarbrücken), Dimitrij Ovtcharov (Fulda-Maberzell) und Andre Bertelsmeier (TSV Bad Königshofen). In der Runde der besten acht Teams stand außerdem Källberg mit seinen schwedischen Landsmännern Kristian Karlsson (Borussia Dortmund) und Mattias Karlsson (Bremen) sowie der Brasilianer Leonardo Iizuka (Ochsenhausen).
Nach den Gruppenspielen und der ersten K.o.-Runde waren inklusive Gerassimenko 14 weitere Asse aus der TTBL im Achtelfinale dabei. Die meisten Bundesliga-Legionäre auf dieser Ebene hinter Deutschland und neben Schweden stellte Rumänien mit dem Trio Eduard Ionescu (Saarbrücken), Ovidiu Ionescu (Post SV Mühlhausen) und Chirita. Mit jeweils zwei TTBL-Profis spielten in den Achtelfinals Dänemark (Groth, Anders Lind/Borussia Dortmund), Kroatien (Filip Zeljko/TSV Bad Königshofen, Ivor Ban/TTC OE Clarity Telefonie-Systeme Bad Homburg), Österreich (Daniel Habesohn/Bad Königshofen, Andreas Levenko/Ochsenhausen), England (Tom Jarvis/Grünwettersbach, Sam Walker/Grenzau) und Portugal (Marcos Freitas/Mühlhausen, Tiago Apolonia/Grünwettersbach).
Florian Manzke
Beitragsbild (oben): Kirill Gerassimenko (Foto: Anastasiia Hrytsenko)








