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Das unbekannte Dutzend – die Neulinge in der TTBL

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Das unbekannte Dutzend – die Neulinge in der TTBL

Das unbekannte Dutzend – die Neulinge in der TTBL

Mitte August beginnt die neue Saison in der Tischtennis Bundesliga. In der Sommerpause haben die meisten Klubs ihre Mannschaften auf verschiedenen Positionen mal mehr und mal weniger verändert. Die deutsche Eliteklasse erhielt dadurch auch eine Blutauffrischung: Gleich ein Dutzend Spieler ohne jede TTBL-Erfahrung gehört zu den erweiterten Stammformationen der zwölf Erstligisten.

Zwölf Spieler aus acht Ländern von gleich drei Kontinenten: Die Neulinge machen die TTBL in der kommenden Saison noch bunter als bisher schon. Mindestens für die Vielfalt im deutschen Oberhaus zusätzliche Bereicherungen sind Finn Luu (TTC OE Clarity Telefonie Systeme Bad Homburg) als erster Australier in der TTBL sowie der ukrainische Teenager Volodymyr Nevizhyn (TSV Bad Königshofen).

Nicht nur mit Blick auf seine Wurzeln dürfte im bevorstehenden Spieljahr besonders Wim Verdonschot bei Borussia Dortmund im Fokus stehen. Der 21-Jährige, der als Nummer 60 der Welt  (Stand: 20. Juli) zu den meistversprechenden Hoffnungen in der deutschen Herren-Sparte gehört, kehrte im Sommer nach zwei Jahren bei Zweitligist SV Union Velbert zu den Westfalen zurück und blickt seiner Premierensaison im Oberhaus ambitioniert entgegen: „Jetzt“, sagte der mehrfache WTT-Feeder-Gewinner im Interview mit dem Dortmunder Mitgliedermagazin BORUSSIA, „jetzt entscheidet sich, ob ich wirklich das Zeug dazu habe, einmal richtig, richtig gut zu werden. Dafür werde ich alles geben.“

Verdonschot ist einer von drei TTBL-Debütanten aus den Top 70 der Weltrangliste. Neben dem U21-Vizeeuropameister stehen auch Luu (Platz 45) und der ab Rückrunde ebenfalls für Bad Homburg aufschlagende Japaner Kazuki Hamada an der Schwelle zur erweiterten Weltspitze.

Auf weitere Schritte nach vorne hoffen weitere vielversprechende Neulinge. An den rauen Wind an der Spitze muss sich dabei auf Anhieb Albert Vilardell nach seinem Wechsel von Zweitligist FSV Mainz 05 zum Triple-Sieger 1. FC Saarbrücken-TT gewöhnen. „Ich habe mich für Saarbrücken entschieden, weil ich große Möglichkeiten sehe, mein Spiel weiterzuentwickeln und mich sportlich deutlich zu verbessern", sagte der Spanier bei seiner Vorstellung.

Als weiterer Spanier brach Daniel Berzosa seine Zelte in Mainz ab und schloss sich dem letztjährigen Double-Gewinner TTF Liebherr Ochsenhausen an. „Mein persönliches Ziel ist es, als Spieler reifer zu werden – insbesondere in Drucksituationen konstant gute Leistungen abzurufen. Ich möchte aus jeder Erfahrung in der ersten Liga lernen. Sportlich geht es darum, die verschiedenen Phasen einer langen Saison bewusst zu erleben und den Entwicklungsprozess nicht aus den Augen zu verlieren“, beschrieb der 20-Jährige seine Erwartungen.

Ebenfalls vor seinem ersten Jahr beim Double-Sieger von 2025 steht Darius Movileanu. Der frühere U19-Europameister aus Rumänien kommt vom französischen Zweitligisten Saint-Denis TT93 und stand mit Rumäniens Nationalteam vor Jahresfrist im EM-Endspiel. „Ich möchte aus den Spielen wertvolle Erfahrungen auf höchstem Niveau sammeln und mich sowohl technisch als auch mental weiterentwickeln. Darüber hinaus möchte ich mich in der Weltrangliste weiter nach oben arbeiten, international starke Leistungen zeigen und mich in der Bundesliga als verlässlicher Spieler etablieren“, erklärte der Linkshänder bei seiner Vertragsunterschrift.

Movileanus Landsmann Andrej Istrate blickt beim TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell seinem TTBL-Debüt entgegen. „Er ist einer der aussichtsreichsten europäischen Nachwuchsspieler, er ist jung und erfolgshungrig und als vorhandstarker Rechtshänder besonders im Doppel eine Verstärkung“, sagte Fuldas Cheftrainer Qing Yu Meng über den U21-Doppeleuropameister von 2025.

Natürlich setzen auch wieder mehrere TTBL-Vereine auf Verstärkung durch asiatische Profis. Der Post SV Mühlhausen beförderte dabei den nicht in der Weltrangliste geführten Taiwaner Yeh Yi-En aus seiner Drittliga-Reserve ins Erstliga-Team von Trainer Erik Schreyer. Yehs Landsmann Hsu Hsien-Chia komplettiert Fuldas Kader. Beim ASC Grünwettersbach soll der vom spanischen Champions-League-Teilnehmer CS Priego verpflichtete Chinese Chang Tao-Yu für mehr Konstanz als zuletzt der abgewanderte Doppel-Weltmeister Hiroto Shinozuka sorgen. Ein weiterer China-Import ist Liang Yanning beim TTC Zugbrücke Grenzau.

Florian Manzke

TTBL Redaktion
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24.07.2026

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