Pokal

Pokal-Halbfinalisten stehen fest: 3500 Fans sehen mitreißendes Leapmotor Pokal Grand Opening
Zwei Tage voller Weltklasse-Tischtennis hat das Leapmotor Pokal Grand Opening nach Nürnberg gebracht. Am Ende behaupteten sich der 1. FC Saarbrücken TT, der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell, der SV Werder Bremen und Borussia Dortmund und stehen damit im Liebherr Pokal Final4, das im Januar in Neu-Ulm ausgetragen wird. Insgesamt 3500 Zuschauerinnen und Zuschauer in der Kia Metropol Arena sorgten für eine gelungene Premiere des neuen Event-Formats.
16 Teams, zwölf Spiele, vier Tickets für das Liebherr Pokal Final4: Mit dem Leapmotor Pokal Grand Opening hat die ausrichtende Tischtennis Bundesliga (TTBL) ein neues Event ins Leben gerufen und Weltklasse-Sport nach Nürnberg gebracht. Erstmals wurden Achtel- und Viertelfinals des Deutschen Tischtennis-Pokals kompakt an einem Wochenende und zentral an einem Ort ausgetragen – und die Premiere bewies direkt, welches Potenzial in dem neuen Format steckt.
„Mit dem Leapmotor Pokal Grand Opening haben wir Neuland betreten, da es ein solches Event im deutschen Tischtennis noch nicht gab“, sagte Nico Stehle, Geschäftsführer der Tischtennis Bundesliga. „Zwölf K.-o.-Spiele an zwei Tagen, alle Stars an einem Ort, mitreißende Spiele: Es war ein großartiges Wochenende mit tollem Sport. Jetzt freuen wir uns auf den Showdown im Liebherr Pokal Final4.“
Ovtcharov und Groth liefern den Schlussakt für Fulda
Den Schlussakt eines mitreißenden Wochenendes setzten Dimitrij Ovtcharov und Jonathan Groth: Rund drei Stunden dauerte das Duell des TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell mit den TTF Liebherr Ochsenhausen, immer wieder wechselte das Momentum. Am Ende triumphierte der Vorjahresfinalist aus Osthessen mit 3:2 und darf damit weiterhin vom ersten Titel der Vereinsgeschichte träumen. Ovtcharov und Groth ließen beim 3:0 im Doppel gegen Tiago Abiodun und Iulian Chirita keinen Zweifel an ihrer Überlegenheit aufkommen. Zuvor hatte es kein Vorbeikommen an Shunsuke Togami gegeben; die weiteren beiden Einzel aber entschieden Ovtcharov und Ruwen Filus für Fulda.
„Wir sind hierhergekommen und wollten angesichts der starken Konkurrenz einfach schauen, was möglich ist“, resümierte Filus am Sonntagabend. „Wir haben alles reingegeben und um jeden Ball gekämpft. Jetzt sind wir sehr, sehr glücklich und stolz, dass wir erneut in das Final4 eingezogen sind.“
Das Liebherr Pokal Final4 wird Anfang Januar 2027 in der ratiopharm arena Ulm/Neu-Ulm ausgetragen. Das Ticketing startet in Kürze.
Niederlage für Fan Zhendong: Düsseldorfs Triple-Traum endet früh
Der Höhenflug von Ochsenhausen endete mit der Niederlage gegen Fulda jäh. Tags zuvor hatte der fünfmalige Pokalsieger für die Überraschung des Wochenendes gesorgt: Gegen Borussia Düsseldorf um Superstar Fan Zhendong behauptete sich Ochsenhausen mit 3:1, und auch in diesem Spiel war Togami eine unüberwindbare Hürde. Das Spitzeneinzel zwischen dem Japaner und Fan Zhendong wurde zum mitreißenden Höhepunkt der Achtelfinals: Bei Togamis 2:0-Satzführung wankte der chinesische Tischtennis-Gigant, fiel aber noch nicht. Es ging bis in den fünften Satz, dort in die Verlängerung – und schließlich triumphierte Togami mit 3:2 zum 3:1 der TTF.
Für Düsseldorf ist der Traum vom Triple-Gewinn damit bereits Geschichte. Zum dritten Mal in Folge verpasste der Rekordchampion die Teilnahme am Liebherr Pokal Final4. „Alle Spieler haben sensationell gekämpft. Togami war unglaublich stark, deshalb haben sie verdient gewonnen“, stellte Düsseldorfs Manager Andreas Preuß fest. „Wir müssen nach vorne schauen und konzentrieren uns auf die TTBL und Champions League.“
Hugo Calderano: „Das Final4 ist immer eine tolle Veranstaltung“
Zum sechsten Mal in Folge ist der 1. FC Saarbrücken TT beim Liebherr Pokal Final4 dabei. Beim 3:1 gegen den Post SV Mühlhausen musste der Titelverteidiger und amtierende Triple-Sieger einen Schreckmoment verkraften: Mühlhausen führte mit 1:0, Ovidiu Ionescu im zweiten Einzel gegen Hugo Calderano mit 2:0 Sätzen und 7:3 Punkten. Die Thüringer träumten bereits von der Sensation. Diese aber blieb aus, Calderano biss sich ins Match und sorgte mit einem 3:2-Sieg für den 1:1-Ausgleich. Anschließend folgten Siege von Patrick Franziska und erneut Calderano. Im Achtelfinale war Saarbrücken am Vortag auf den TTC immoXone Bietigheim-Bissingen getroffen (3:0) und bescherte dem Drittligisten damit ein Saison-Highlight.
„Es war wirklich nicht einfach“, atmete Calderano nach dem Halbfinal-Einzug auf. „Im zweiten Spiel musste ich kämpfen und mental stark bleiben – das ist mir zum Glück gelungen. Ich bin sehr froh, meine zwei Spiele gewonnen zu haben.“ Nun freut sich der World-Cup-Sieger auf das Liebherr Pokal Final4: „Das Final4 ist immer eine tolle Veranstaltung. Es macht viel Spaß, dort zu spielen. Die Halle ist super, die Fans sind super. Ich freue mich schon sehr darauf.“
Dortmund steht erstmals im Liebherr Pokal Final4
Im Halbfinale geht es für den FCS gegen Borussia Dortmund. Der BVB löste am Sonntag als erstes Team das Halbfinal-Ticket und sicherte sich damit erstmals in der Vereinsgeschichte die Teilnahme am Liebherr Pokal Final4. Kristian Karlsson, Anders Lind und Joao Geraldo gewannen ihre Matches jeweils mit 3:1 zum 3:0 gegen den TSV Bad Königshofen, anschließend wurde in der Jubel-Traube gefeiert. „Wir haben heute gezeigt, dass wir eine sehr starke Mannschaft haben“, sagte Geraldo anschließend. „Es macht sehr viel Freude, ein Teil dieses Teams zu sein. Ich glaube, gemeinsam können wir noch viel erreichen.“
Mit einem 3:0 gegen den SV Union Velbert II sicherte sich der SV Werder Bremen die Rückkehr in das Liebherr Pokal Final4. 2025 waren die Hanseaten im Halbfinale gegen Saarbrücken (1:3) ausgeschieden, dieses Mal geht es in der ratiopharm arena gegen Fulda. Drittligist Velbert II wehrte sich gegen den TTBL-Tabellenfünften nach Kräften. Anton Limonov hatte bei 2:1 Sätzen die Führung für Velbert II auf dem Schläger, lag gegen Marcelo Aguirre erst 6:1, dann 7:4 und später 10:8 vorne. Aguirre drehte jedoch das Match und gewann 3:2, ehe es seine Teamkollegen Kirill Gerassimenko und Mattias Karlsson bei ihren 3:0-Siegen deutlich weniger spannend machten. „Unsere Gegner hatten nichts zu verlieren. Ich finde, sie haben heute sehr, sehr gut gespielt“, gab es anschließend ein Lob von Gerassimenko für Velbert II.
Alle zwölf Spiele live und in der Konferenz bei Dyn
Anlass zur Freude gab es auch beim Veranstalter: Mit insgesamt 3500 Zuschauerinnen und Zuschauern über beide Tage hat das Publikum in Nürnberg die Premiere des neuen Formats sehr gut angenommen. Wer nicht in der Kia Metropol Arena war, konnte das gesamte Event bei Dyn verfolgen. Der Streamingdienst übertrug alle Partien des Leapmotor Pokal Grand Opening live und in der Konferenz. In der Expertenrolle fungierte erneut Timo Boll.
„Wir haben zwei intensive, mitreißende Tage erlebt – genau diese Intensität wollten wir mit dem Leapmotor Pokal Grand Opening erzeugen“, stellte TTBL-Geschäftsführer Stehle fest. „Unser Dank gilt allen Teams, den vielen Helfern, den Fans und unseren zahlreichen Partnern, die mit ihrem Vertrauen diese Premiere überhaupt erst möglich gemacht haben.“
Das Leapmotor Pokal Grand Opening in der Übersicht
Viertelfinals
TTF Liebherr Ochsenhausen – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell 2:3
Shunsuke Togami – Jonathan Groth 3:0 (11:5, 12:10, 12:10)
Tiago Abiodun – Ruwen Filus 1:3 (10:12, 11:9, 7:11, 4:11)
Iulian Chirita – Dimitrij Ovtcharov 1:3 (11:7, 8:11, 3:11, 8:11)
Shunsuke Togami – Ruwen Filus 3:0 (11:5, 12:10, 11:4)
Iulian Chirita/Tiago Abiodun – Jonathan Groth/Dimitrij Ovtcharov 0:3 (7:11, 8:11, 6:11)
SV Union Velbert II – SV Werder Bremen 0:3
Anton Limonov – Marcelo Aguirre 2:3 (5:11, 11:5, 12:10, 11:13, 7:11)
Karl Walter – Kirill Gerassimenko 0:3 (7:11, 4:11, 8:11)
Noah Hersel – Mattias Karlsson 0:3 (9:11, 9:11, 10:12)
Post SV Mühlhausen – 1. FC Saarbrücken TT 1:3
Kay Stumper – Alvaro Robles 3:1 (11:9, 13:11, 9:11, 12:10)
Ovidiu Ionescu – Hugo Calderano 2:3 (11:9, 11:4, 9:11, 5:11, 7:11)
Marcos Freitas – Patrick Franziska 0:3 (5:11, 5:11, 7:11)
Kay Stumper – Hugo Calderano 1:3 (11:8, 8:11, 5:11, 6:11)
TSV Bad Königshofen – Borussia Dortmund 0:3
Bastian Steger – Kristian Karlsson 1:3 (7:11, 11:8, 3:11, 9:11)
Daniel Habesohn – Anders Lind 1:3 (11:9, 6:11, 10:12, 6:11)
Andre Bertelsmeier – Joao Geraldo 1:3 (5:11, 11:2, 10:12, 9:11)
Achtelfinals
TTF Liebherr Ochsenhausen – Borussia Düsseldorf 3:1
Shunsuke Togami – Anton Källberg 3:0 (11:8, 11:8, 11:6)
Darius Movileanu – Fan Zhendong 1:3 (4:11, 13:11, 8:11, 2:11)
Iulian Chirita – Dang Qiu 3:2 (13:11, 11:13, 11:9, 8:11, 11:8)
Shunsuke Togami – Fan Zhendong 3:2 (11:4, 11:8, 8:11, 9:11, 13:11)
TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – SV Union Velbert 3:1
Fanbo Meng – Yoan Velichkov 3:0 (13:11, 12:10, 11:3)
Jonathan Groth – Borgar Haug 3:0 (11:6, 11:8, 11:9)
Dimitrij Ovtcharov – Rogelio Castro 2:3 (9:11, 11:1, 11:7, 7:11, 6:11)
Fanbo Meng – Borgar Haug 3:0 (11:8, 12:10, 11:6)
SV Union Velbert II – ASC Grünwettersbach II 3:2
Anton Limonov – Adrian Gossow 3:0 (11:7, 11:6, 11:9)
Karl Walter – Florian Bluhm 1:3 (11:7, 6:11, 6:11, 4:11)
Timotius Köchling – Damian Floro 3:2 (11:9, 11:8, 9:11, 7:11, 13:11)
Anton Limonov – Florian Bluhm 1:3 (10:12, 5:11, 11:9, 8:11)
Karl Walter/Noah Hersel – Damian Floro/Adrian Gossow 3:2 (13:11, 7:11, 8:11, 11:9, 11:5)
TTC Schwalbe Bergneustadt – SV Werder Bremen 2:3
Benedikt Duda – Irvin Bertrand 3:0 (11:5, 11:9, 11:5)
Adrien Rassenfosse – Kirill Gerassimenko 2:3 (11:6, 7:11, 11:4, 3:11, 12:14)
Romain Ruiz – Mattias Karlsson 1:3 (5:11, 11:5, 5:11, 9:11)
Benedikt Duda – Kirill Gerassimenko 3:1 (11:6, 11:6, 8:11, 11:6)
Romain Ruiz/Cedric Meissner – Mattias Karlsson/Irvin Bertrand 1:3 (6:11, 8:11, 11:9, 7:11)
TTC immoXone Bietigheim-Bissingen – 1. FC Saarbrücken TT 0:3
Matej Haspel – Alvaro Robles 0:3 (5:11, 4:11, 7:11)
Jonathan Gaiser – Hugo Calderano 0:3 (6:11, 3:11, 5:11)
Michael Engelhardt – Eduard Ionescu 1:3 (9:11, 10:12, 11:7, 5:11)
ASC Grünwettersbach – Post SV Mühlhausen 0:3
Ricardo Walther – Kay Stumper 0:3 (8:11, 6:11, 5:11)
Tom Jarvis – Marcos Freitas 0:3 (10:12, 5:11, 5:11)
Tobias Hippler – Ovidiu Ionescu 0:3 (6:11, 8:11, 7:11)
TTC OE Clarity-Telefonie Systeme Bad Homburg – TSV Bad Königshofen 0:3
Csaba Andras – Andre Bertelsmeier 1:3 (4:11, 12:10, 7:11, 4:11)
Ivor Ban – Filip Zeljko 0:3 (9:11, 4:11, 5:11)
Benno Oehme – Bastian Steger 0:3 (6:11, 9:11, 8:11)
Borussia Dortmund – TTC Zugbrücke Grenzau 3:0
Joao Geraldo – Samuel Walker 3:0 (11:8, 11:6, 11:4)
Anders Lind – Maciej Kubik 3:1 (11:9, 11:5, 9:11, 11:8)
Kristian Karlsson – Martin Allegro 3:1 (11:7, 5:11, 11:8, 11:9)
Beitragsbild oben: Jubel beim TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell (Foto: BeLa Sportfoto)








