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Interview mit Martin Werner (Geschäftsführer ASC Grünwettersbach Tischtennis): „Für Endspiele müssen wir erst einmal punkten“
Der ASC Grünwettersbach ist in der Tischtennis-Bundesliga durch neun Niederlagen nacheinander ans Tabellenende gerutscht und muss um den Klassenerhalt bangen. Im Interview spricht ASC-Sportgeschäftsführer Martin Werner über die Ursachen für die „schwarze Serie“, die Auswirkungen der noch unsicheren Zukunft und auch die weiteren Planungen der Karlsruher mit ihrem Doppel-Weltmeister Hiroto Shinozuka.
Martin Werner, am Tabellenende schwebt der ASC Grünwettersbach fünf Runden vor Saisonschluss in akuter Abstiegsgefahr. Wie intensiv verfolgen Sie die Aufstiegsbemühungen bei Klubs aus der zweiten Liga?
Natürlich schaue ich darauf. Man hängt in der Luft, da es bei einem Abstieg schwer wird, noch Spieler zu verpflichten.
Erwarten Sie für das Saisonende echte „Endspiele" beim TSV Bad Königshofen und gegen den TTC Zugbrücke Grenzau?
Erst einmal müssen wir punkten, damit es überhaupt zu möglichen Endspielen kommen kann!
Wie hätten Sie zu Saisonbeginn auf die Vorhersage dieser Tabellensituation für Ihren Klub reagiert?
Ich sage immer, dass vieles geschehen kann, insbesondere, wenn Verletzungen bei Spielern auftreten.
Ist Verletzungspech der Hauptgrund für den schwachen Saisonverlauf?
Wir haben einfach keine Spiele mehr gewonnen! So einfach ist das!
Welche Rolle hat die Beendigung der Zusammenarbeit mit ihrem früheren Cheftrainer Achim Krämer in der Anfangsphase der Saison beim Sinkflug Ihrer Mannschaft in der Tabelle gespielt?
Überhaupt keine.
Der ASC hat einen Weltmeister in seinen Reihen. War es dennoch zu erwarten, dass sich Ricardo Walthers Ausfall- und Genesungszeit so schwerwiegend auswirken würde? Immerhin haben Sie auch ohne Ricardo Walther gegen den damaligen Spitzenreiter Werder Bremen noch 3:0 gewonnen.
Gegen Bremen ist vieles super gelaufen... Das war leider nicht oft der Fall!
Wann rechnen Sie denn wieder zu 100 Prozent mit Ricardo Walther?
Das kann ich nicht sagen. Selbst, wenn er wieder fit ist, benötigt er Spielpraxis. Natürlich hoffe ich, dass er der Mannschaft in den letzten fünf Spielen wieder helfen kann.
Die Schlussdoppel waren zuletzt noch eine Grünwettersbacher Stärke. In der laufenden Saison aber sind alle bisherigen fünf Doppel verloren gegangen. Liegt es nur an Walthers begrenzter Einsatzfähigkeit?
Nein, das glaube ich nicht. Wenn es nicht läuft, dann läuft es nicht. Es hätte teilweise erst gar nicht zum Doppel kommen sollen.
Ist Hiroto Shinozuka als Nummer eins so wichtig für den ASC, dass er nicht für seine Weltmeister-Disziplin Doppel zum Zuge kommen kann?
Hiroto ist gut in die Saison gestartet; allerdings konnte er sein Potential zuletzt nicht mehr abrufen. Er war oft sehr müde. Er ist ein hervorragender Doppelspieler, dennoch muss auch das Spielsystem zum Partner passen.
Wie zufrieden sind Sie mit Shinozukas bisherigen Leistungen, und soll er auch in der kommenden Saison für Grünwettersbach spielen?
Insgesamt hatte ich mir mehr erhofft. Er hatte eigentlich schon für nächste Saison zugesagt, wird nun aber doch nach Japan zurückkehren.
Wie sehr wirkt sich der Abstiegskampf auf Ihre weiteren Planungen für die neue Saison aus?
Es ist natürlich nicht einfach, zweigleisig zu planen.
Wie wichtig ist der Klassenerhalt für Ihren Verein? Ließe sich ein Abstieg innerhalb kurzer Zeit wieder reparieren, oder steht schon mehr auf dem Spiel?
Was eine Frage....Natürlich ist der Klassenerhalt das Wichtigste - mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
Vielen Dank für das Gespräch, Martin Werner.
Florian Manzke







