Bundesliga

Dortmund bezwingt Pokalsieger Saarbrücken
Am 12. Spieltag der Tischtennis Bundesliga (TTBL) konnte Borussia Dortmund den frischgebackenen deutschen Pokalsieger 1. FC Saarbrücken TT niederringen. Vor ausverkaufter Kulisse setzten sich die Westfalen am Sonntagabend mit 3:2 durch und feierten einen ebenso überraschenden wie wichtigen Erfolg im Kampf um die Play-off-Plätze.
Gleich das erste Einzel bot eine besondere Geschichte: Kristian Karlsson traf auf Patrick Franziska – und damit auf seinen Schwager. Karlsson präsentierte sich hochkonzentriert und gewann das Spiel mit 3:0 (11:8, 11:8, 11:8). Ein Auftakt nach Maß für Dortmund – und ein erstes Ausrufezeichen gegen den Favoriten aus Saarbrücken.
Fan Zhendong zeigt Klasse – Szudi in Topform
Saarbrücken antwortete standesgemäß. Fan Zhendong stellte mit einem souveränen 3:0 (11:4, 11:9, 11:5) gegen Alberto Mino den Ausgleich her und bestätigte seine Ausnahmestellung. Auch im Duell mit Karlsson unterstrich der Chinese seine Qualität. Besonders der zweite Satz blieb in Erinnerung: Fan drehte einen 4:9-Rückstand noch in ein 11:9 und sicherte sich wenig später den 3:0-Erfolg (11:8, 11:9, 11:3).
Zuvor hatte Adam Szudi den BVB erneut in Führung gebracht. Der Ungar präsentierte sich in bestechender Form, spielte druckvoll und variabel und setzte sich verdient mit 3:1 (11:5, 11:6, 9:11, 11:8) gegen Eduard Ionescu durch.
Doppel bringt die Entscheidung
Das abschließende Doppel musste über Sieg oder Niederlage entscheiden – und es entwickelte sich zu einem echten Krimi. Der frisch ins Spiel gekommene Cedric Nuytinck und Adam Szudi lieferten sich mit Patrick Franziska und Eduard Ionescu packende Ballwechsel. Die Dortmunder behielten im entscheidenden Moment die Nerven und sicherten sich mit 3:1 (11:9, 11:8, 8:11, 11:9) den knappen Heimsieg.
„Wir haben heute geschlossen eine sehr gute Leistung gezeigt. Saarbrücken ist eine sehr starke Mannschaft, aber wir konnten unsere Stärken heute gut ausspielen“, sagte Alberto Mino nach der Partie.
Ausblick auf die restlichen Partien des 12. Spieltags
Am Dienstag, 13. Januar, trifft Tabellenführer SV Werder Bremen um 19 Uhr auf den TSV Bad Königshofen. Die Hanseaten wollen ihre Spitzenposition verteidigen, während die Unterfranken dringend Punkte sammeln müssen, um den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze zu wahren.
Am Mittwoch, 14. Januar, folgt das Duell zwischen dem TTC Zugbrücke Grenzau und dem amtierenden Deutschen Meister TTF Liebherr Ochsenhausen (19 Uhr). Grenzau hofft, an die zuletzt gezeigten Leistungen anzuknüpfen, während die Oberschwaben um die Play-off-Plätze kämpfen.
Der 12. Spieltag in der Übersicht
Borussia Dortmund – 1. FC Saarbrücken TT 3:2
Kristian Karlsson – Patrick Franziska 3:0 (11:8, 11:8, 11:8)
Alberto Mino – Fan Zhendong 0:3 (4:11, 9:11, 5:11)
Adam Szudi – Eduard Ionescu 3:1 (11:5, 11:6, 9:11, 11:8)
Kristian Karlsson – Fan Zhendong 0:3 (8:11, 9:11, 3:11)
Cedric Nuytinck / Adam Szudi – Patrick Franziska / Eduard Ionescu 3:1 (11:9, 11:8, 8:11, 11:9)
ASC Grünwettersbach – Post SV Mühlhausen 1:3
Tiago Apolonia – Ovidiu Ionescu 3:2 (12:10, 8:11, 13:11, 6:11, 11:7)
Tom Jarvis – Steffen Mengel 1:3 (11:13, 11:6, 10:12, 8:11)
Hiroto Shinozuka – Marcos Freitas (9:11, 11:9, 10:12, 8:11)
Tobias Hippler – Steffen Mengel 1:3 (8:11, 11:9, 3:11, 6:11)
TTC Schwalbe Bergneustadt – Borussia Düsseldorf 2:3
Romain Ruiz – Li Yongyin 3:2 (5:11, 11:6, 7:11, 12:10, 11:4)
Benedikt Duda – Anton Källberg 3:0 (11:7, 14:12, 12:10)
Leo de Nodrest – Dang Qiu 0:3 (9:11, 9:11, 4:11)
Romain Ruiz – Anton Källberg 1:3 (11:6, 0:11, 5:11, 1:11)
Duda/de Nodrest – Qiu/Li 1:3 (11:5, 6:11, 9:11, 12:14)
TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – TTC OE Clarity-Telefonie Systeme Bad Homburg 1:3
Ruwen Filus – Csaba Andras 0:3 (8:11, 10:12, 11:13)
Dimitrij Ovtcharov – Jo Yokotani 3:1 (11:8, 12:10, 8:11, 11:6)
Fanbo Meng – Juan Perez 1:3 (4:11, 11:7, 7:11, 11:13)
Ruwen Filus – Jo Yokotani 2:3 (13:11, 11:5, 4:11, 9:11, 5:11)
Dienstag, 13. Januar
19 Uhr: SV Werder Bremen – TSV Bad Königshofen
Mittwoch, 14. Januar
19 Uhr: TTC Zugbrücke Grenzau – TTF Liebherr Ochsenhausen
Alle Partien werden live bei Dyn übertragen.
Beitragsbild: Adam Szudi von Borussia Dortmund (Foto: Ulrich Höfer)








