Pokal

Das Finale steht: Saarbrücken und Fulda kämpfen um den Pokal
Alles ist bereit für den großen Showdown im Deutschen Tischtennis-Pokal: Der 1. FC Saarbrücken TT und der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell treffen am Sonntagnachmittag vor 5200 Fans in der ratiopharm arena Ulm/Neu-Ulm aufeinander und kämpfen um den ersten Titel des Jahres. Live übertragen wird das Liebherr Pokal-Final Four bei Dyn.
„Man merkt, dass alle brennen“, hatte Patrick Franziska vor dem Liebherr Pokal-Final Four gesagt. Am Sonntagmittag ließen Franziska und der 1. FC Saarbrücken TT im Halbfinale dann Taten folgen. Mit 3:1 setzte sich der Titelfavorit gegen die TTF Liebherr Ochsenhausen durch und löste damit das Ticket für das Finale. In diesem geht es am Sonntag ab etwa 15 Uhr gegen den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell, der am Nebentisch mit 3:2 gegen den TTC OE Clarity-Telefonie Systeme Bad Homburg gewann. Live zu sehen gibt es die Titelentscheidung im Deutschen Tischtennis-Pokal bei Dyn.
Vor 5200 Zuschauerinnen und Zuschauern in der ratiopharm arena Ulm/Neu-Ulm stand insbesondere Fan Zhendong im Fokus. Der Olympiasieger kam bei Saarbrücken erwartungsgemäß auf Position eins zum Einsatz und wurde seiner Favoritenstellung in beiden Matches gerecht. Zwar hielt Ochsenhausens Tiago Abiodun gut dagegen, Fan aber war zu abgezockt. Mit dem 3:1 sorgte der Chinese für den 1:1-Ausgleich der Saarbrücker, nachdem Shunsuke Togami das Auftakteinzel mit 3:0 gegen Darko Jorgic zugunsten der TTF entschieden hatte. Im Spitzeneinzel rang Fan dann auch Togami mit 3:1 nieder und stellte damit den Finaleinzug der Saarländer sicher. Ebenso wichtig wie die Auftritte Fans war für die Saarbrücker das Match von Franziska: Der 33-Jährige gewann auf Position drei mit 3:1 gegen Iulian Chirita. „Ich wusste, dass es ein sauwichtiges Spiel ist“, sagte Franziska bei Dyn. „Ich habe versucht, die Halle zu pushen. Die Unterstützung hat mir sehr geholfen.“
Als in der Saarbrücker Box über den Finaleinzug gejubelt wurde, erreichte die Spannung am Nebentisch gerade erst ihren Höhepunkt. Jo Yokotani meldete sich nach 0:2-Satzrückstand gegen Filus zurück, gewann mit 3:2 und führte Bad Homburg damit in das Doppel. Der Finaleinzug der Fuldaer war damit aber nur aufgeschoben, denn im Doppel zeigten sich Dimitrij Ovtcharov und Fanbo Meng nervenstark: Zwischenzeitlich stand das Fuldaer Doppel bereits mit dem Rücken zur Wand, im vierten Satz wehrten sie jedoch den Matchball von Ivor Ban und Csaba Andras ab – und drehten anschließend richtig auf. Mit dem 11:3 im fünften Satz zum 3:2 lösten Ovtcharov und Meng schließlich das Finalticket für Fulda. Ovtcharov hatte zuvor bereits das Auftakteinzel mit 3:0 gegen Yokotani gewonnen. Zudem war Filus mit 3:0 gegen Andras erfolgreich. Für Bad Homburg punktete neben Yokotani auch Ban mit 3:1 gegen Jonathan Groth.
Das Liebherr Pokal-Final Four in der Übersicht
Halbfinale
TTF Liebherr Ochsenhausen – 1. FC Saarbrücken TT 1:3
Shunsuke Togami – Darko Jorgic 3:0 (11:9, 11:9, 11:1)
Tiago Abiodun – Fan Zhendong 1:3 (5:11, 9:11, 13:11, 5:11)
Iulian Chirita – Patrick Franziska 1:3 (11:6, 8:11, 8:11, 4:11)
Shunsuke Togami – Fan Zhendong 1:3 (12:10, 8:11, 6:11, 5:11)
TTC OE Clarity-Telefonie Systeme Bad Homburg – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell 2:3
Jo Yokotani – Dimitrij Ovtcharov 0:3 (5:11, 8:11, 7:11)
Csaba Andras – Ruwen Filus 0:3 (11:13, 7:11, 10:12)
Ivor Ban – Jonathan Groth 3:1 (8:11, 11:9, 11:8, 11:6)
Jo Yokotani – Ruwen Filus 3:2 (5:11, 6:11, 11:9, 11:7, 11:7)
Ivor Ban/Csaba Andras – Dimitrij Ovtcharov/Fanbo Meng 2:3 (8:11, 11:4, 11:9, 11:13, 3:11)
Finale, ab etwa 15 Uhr
1. FC Saarbrücken TT – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell (live bei Dyn)
Beitragsbild oben: Fan Zhendong vom 1. FC Saarbrücken TT (Foto: BeLa Sportfoto)








